SiMon
Sicherheitsmonitor 2025
Sicherheit im Betrieb: Risiken fundiert bewerten, Maßnahmen wirksam priorisieren
Unternehmenssicherheit bedeutet, Werte, Prozesse und Menschen verlässlich zu schützen und Ausfälle, Schäden sowie Folgerisiken zu vermeiden. Der Sicherheitsmonitor 2025 (SiMon) liefert dazu aktuelle, repräsentative Daten aus Deutschland und zeigt, wie ausgeprägt Bedrohungslagen und Sicherheitsbedürfnisse tatsächlich sind. Für Verantwortliche in Unternehmen bietet die Studie eine belastbare Grundlage, um Risiken einzuordnen, Budgets zu begründen und Maßnahmen zielgerichtet zu priorisieren.
Der Sicherheitsmonitor wird vom VDMA, der Messe Essen und der VdS Schadenverhütung GmbH gemeinsam veröffentlicht und basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1.000 Unternehmen in Deutschland (ergänzend wurden 4.000 Privatpersonen befragt).

Kritische Sicherheitslage in deutschen Unternehmen
41 Prozent der Unternehmen waren in den letzten zwei Jahren mindestens einmal von physischen Einbrüchen betroffen.
Diese Zahl macht deutlich: Physische Angriffe betreffen viele Organisationen unmittelbar – unabhängig von Branche und Größe. Deshalb sollten Einbruchsrisiken systematisch in die Risikobewertung, das Schutzkonzept und die Investitionsplanung einfließen und bei der Priorisierung von Maßnahmen entsprechend gewichtet werden.
Einbruchsrisiken haben betriebliche Auswirkungen auf Unternehmen
Ein Einbruch ist für Unternehmen selten nur ein einzelnes Schadenereignis. Neben unmittelbaren Verlusten und Beschädigungen entstehen häufig Folgekosten, etwa durch Stillstände, Verzögerungen in Produktion oder Logistik, Störungen von Lieferketten, Wiederbeschaffung, temporäre Sicherungsmaßnahmen sowie interne Aufwände für Aufklärung und Dokumentation. Je nach Umfeld kommen Anforderungen an Nachweisführung, Audits oder vertragliche Verpflichtungen gegenüber Kunden und Partnern hinzu.
Der SiMon 2025 unterstützt dabei, die Thematik nicht allein aus Einzelfällen abzuleiten, sondern mit Zahlen zu unterlegen. Das erleichtert die interne Abstimmung – beispielsweise zwischen Sicherheitsverantwortlichen, Facility Management, Einkauf, IT/OT und Geschäftsführung – und schafft Transparenz, welche Risiken vorrangig adressiert werden sollten.
Von der Zahl zur Maßnahme: Sicherheit strukturiert planen und beschaffen
Wirksame Unternehmenssicherheit entsteht in der Regel durch ein strukturiertes Vorgehen und das Zusammenspiel verschiedener Bausteine. Entscheidend ist, dass Schutzziel, Risiko und Betriebsrealität zusammenpassen:
Welche Werte, Bereiche und Prozesse sind kritisch?
Wo bestehen reale Angriffs- und Schadensszenarien (Zutritt, Einbruch, Manipulation, Sabotage)?
Bauliche und organisatorische Maßnahmen, mechanische Sicherung, Detektion/Alarmierung, Interventions- und Eskalationsabläufe.
Zuständigkeiten, Wartung, regelmäßige Prüfung und Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen.
Gerade bei der Auswahl und Auslegung von Sicherheitstechnik gilt deshalb: Sie muss sich im Ernstfall bewähren – auf Basis nachvollziehbarer Anforderungen, überprüfbarer Nachweise und dauerhaft zuverlässiger Leistung.
Warum unabhängige Prüfung und Qualität im B2B-Umfeld entscheidend sind
Unternehmensentscheidungen zur Sicherheit sind typischerweise Schnittstellenthemen: Verantwortliche definieren Anforderungen, der Einkauf vergleicht Angebote, Betriebsteams müssen Systeme integrieren und dauerhaft betreiben. Damit Entscheidungen tragfähig sind, braucht es Kriterien, die über reine Leistungsversprechen hinausgehen – etwa nachvollziehbare Anforderungen, transparente Prüfgrundlagen und belastbare Nachweise.
VdS steht für unabhängige Prüfung und Zertifizierung von Sicherheitslösungen und bietet Orientierung für Planung, Ausschreibung und Betrieb.
So lassen sich Produkte und Systeme vergleichbarer bewerten – und Sicherheitsmaßnahmen gezielt dort einsetzen, wo sie den größten Effekt entfalten.
Kontext: Sicherheitsbedürfnis in Deutschland
Ergänzend bildet der SiMon 2025 auch die Perspektive der Bevölkerung ab: Das Sicherheitsbedürfnis bleibt hoch und ist gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen.
Dieser Kontext ist für Unternehmen relevant, weil Erwartungen an Schutz und Prävention – etwa im Handel, bei Dienstleistern, in öffentlich zugänglichen Bereichen oder an Unternehmensstandorten – zunehmend auch organisatorische Anforderungen prägen.
Für Unternehmen bedeutet das: Prävention und nachvollziehbar wirksame Schutzmaßnahmen zahlen nicht nur auf die Risikoreduktion ein, sondern stärken zugleich Vertrauen und Sicherheitsempfinden von Mitarbeitenden, Kunden und Partnern.
SiMon 2025: Einordnung der Verantwortlichen
In kurzen Videostatements ordnen die Geschäftsführer der beteiligten Partner die Ergebnisse des Sicherheitsmonitors 2025 ein: vom wachsenden Sicherheitsbedürfnis in Deutschland über die besondere Betroffenheit von Unternehmen bis zur Frage, welche Rolle Qualität, Vertrauen und unabhängige Zertifizierung bei Sicherheitsentscheidungen spielen. So wird aus den Studienzahlen ein klares Lagebild – und ein praxisnaher Impuls, Schutzmaßnahmen gezielt zu priorisieren.
Peter Schramm, Geschäftsführer VdS Schadenverhütung GmbH
Prof. Dr. Frank Janser, Vorstandsvorsitzender VDMA Fachverband Sicherheitssysteme
Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer Messe Essen
Download
Hier stellen wir die Studie Sicherheitsmonitor 2025 zum Download bereit. Zusätzlich finden Sie die beiden Grafiken mit zentralen Kernaussagen der Veröffentlichung.
Über den Sicherheitsmonitor
Der Sicherheitsmonitor (SiMon) ist eine jährlich angelegte Befragung zu Sicherheitswahrnehmung, Risikoeinschätzung und Handlungsimpulsen. Er unterstützt dabei, Entwicklungen über die Zeit zu vergleichen und sicherheitsrelevante Entscheidungen auf eine belastbare Datenbasis zu stellen.


