VdS-Schadenverhuetung Bildungszentrum

Publikation der deutschen Versicherer (GDV e.V.) zur Schadenverhütung

Wasserlöschanlagen mit Schaummittelzumischung: Umstellung auf PFAS-freie Schaumlöschmittel - Bestandsaufnahme, Nachweisführung und Umsetzung – VdS 6090: 2027-01 (Entwurf)

Zusammenfassung

Mit dem Entwurf der VdS 6090 wird eine Richtlinie zur Umstellung bestehender Wasserlöschanlagen mit Schaummittelzumischung auf PFAS-freie Schaumlöschmittel zur Konsultation gestellt. Sie beschreibt ein systematisches Vorgehen zur Bewertung vorhandener Anlagen, zur Nachweisführung und zur Umsetzung von Maßnahmen.

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) wurden über viele Jahre in Schaumlöschmitteln eingesetzt, insbesondere in AFFF- und AR-AFFF-Schaummitteln zur Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden. Zahlreiche bestehende Löschanlagen wurden auf Grundlage dieser Schaumlöschmittel geplant, ausgelegt und betrieben.

Mit den europäischen Beschränkungen für PFAS in Feuerlöschschäumen ändern sich die Anforderungen an bestehende Anlagen. Die Verordnung (EU) 2025/1988 führt Grenzwerte und anwendungsabhängige Übergangsfristen ein. Daraus kann sich die Notwendigkeit ergeben, Löschanlagen auf PFAS-freie Schaumlöschmittel umzustellen oder bestehende Brandschutzkonzepte neu zu bewerten.

Eine Umstellung ist jedoch nicht als reiner Austausch des Schaumlöschmittels zu betrachten. PFAS-freie Schaumlöschmittel können sich in ihrer Löschwirkung und ihrem Einsatzverhalten von bisherigen Produkten unterscheiden. Zudem sind frühere Prüfungen und Nachweise nicht ohne Weiteres übertragbar. Je nach Anwendungsfall können zusätzliche Nachweise und technische Anpassungen erforderlich sein. Maßgeblich bleibt dabei das erforderliche Schutzziel. Neben PFAS-freien Schaumlöschmitteln kommen abhängig von Risiko und Randbedingungen auch alternative technische, bauliche oder organisatorische Schutzmaßnahmen in Betracht.

Der Entwurf der VdS 6090 behandelt insbesondere die Bestandsaufnahme bestehender Anlagen, die Bewertung geeigneter Schutzkonzepte, die erforderliche Nachweisführung sowie die Planung und Umsetzung technischer Maßnahmen. Auch Reinigung, Wiederinbetriebnahme und Dokumentation werden berücksichtigt.

Die Richtlinie soll Betreiber, Planer, Errichter, Sachverständige, Versicherer und weitere Beteiligte dabei unterstützen, technisch geeignete und nachvollziehbar dokumentierte Lösungen zu entwickeln, mit denen die erforderlichen Schutzziele weiterhin erreicht werden.

Interessierte Fachkreise sind eingeladen, den Entwurf der VdS 6090 im Rahmen des Konsultationsverfahrens zu prüfen und ihre Anmerkungen und Stellungnahmen einzubringen.

Für Änderungsvorschläge und Hinweise zu dem Richtlinienentwurf finden Sie auf dieser Seite ein "Formular für Stellungnahmen", das Sie per E-Mail bis spätestens 30.12.2026 an die GDV-Geschäftsstelle senden können.

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
- z. H. Herrn Marco van Lier - 
Wilhelmstraße 43 / 43 G
10117 Berlin
E-Mail: m.lier@gdv.de

Summary

Water-Based Fixed Firefighting Systems with Foam Proportioning: Transition to PFAS-Free Firefighting Foams – Assessment, Verification and Implementation (VdS 6090-01 – Draft 2027-01)

Per- and polyfluoroalkyl substances (PFAS) have been widely used in firefighting foams, particularly AFFF and AR-AFFF foams, due to their proven effectiveness in combating flammable liquid fires. As a result, many existing water-based fixed firefighting systems with foam proportioning were designed, tested and operated based on the characteristics of these foams.

With the introduction of European restrictions on PFAS in firefighting foams, operators may need to replace PFAS-containing foams and reassess existing fire protection concepts. However, the transition to PFAS-free alternatives should not be regarded as a simple one-to-one replacement. Differences in foam properties and extinguishing performance may require technical evaluation, additional verification and, in some cases, modifications to existing systems. Depending on the specific risks and protection objectives, alternative fire protection measures may also need to be considered.

The draft VdS 6090 guideline provides a structured approach to assessing existing installations, verifying suitable solutions and implementing necessary measures. Its objective is to support operators, designers, installers, insurers and other stakeholders in maintaining the required fire protection objectives through a technically sound and well-documented transition process.

Interested stakeholders are invited to review the draft VdS 6090 guideline and submit their comments as part of the consultation process.

For suggestions and comments on the draft guidelines, you will find a “Comment Form” on this page, which you can submit via email to the GDV office no later than 30.12.2026

German Insurance Association
Marco van Lier
Wilhelmstraße 43 / 43 G
10117 Berlin
E-Mail: m.lier@gdv.de

Einspruchsfrist: 30. Dezember 2026

Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich Kommentare berücksichtigen können, die uns mittels des unten verfügbaren Kommentarformulars erreichen.

Deadline for objections: 2026, December 30

Please note that we can only consider comments that reach us using the comment form below.

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