VdS-Schadenverhuetung Naturgefahren

ZÜRS Geo Fachleistungen

VdS bietet in enger Zusammenarbeit mit dem GDV e.V. Beratung, Schulung und Support - rund um alle Aspekte und Inhalte des Projektes ZÜRS Geo

ZÜRS Geo, das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen bündelt versicherungsrelevante Geodaten und liefert eine objektive Grundlage zur unternehmensinternen Risikobewertung und Prämienkalkulation.

Hochwasser- und Starkregenereignisse der jüngeren Vergangenheit haben bewiesen, dass Überschwemmungen ein enormes Schadenpotential haben. Bereits nach dem verheerenden Hochwasser von Oder und Neiße im Jahr 1997 waren sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) und seine Mitglieder einig, dass Deutschland zur Lösung dieses Problems auf eine einheitlichen Einschätzung von Überschwemmungsrisiken angewiesen ist. Diese Überzeugung wird durch die Ereignisse im Sommer 2021 zusätzlich untermauert.

ZÜRS Geo weist in der aktuellen Form standortbedingte Gefährdungen aus. Für Versicherungsunternehmen wird die Möglichkeit geschaffen, einheitliche adressgenaue Einschätzungen von Überschwemmungs- und weiteren Risiken unmittelbar vom Schreibtisch aus ohne Vor-Ort-Begehung vorzunehmen. Die Standardanwendung wird von nahezu allen Unternehmen des Versicherungsmarktes im Rahmen der Gebäude- und Hausratversicherung bei versichertem Elementarschadenrisiko genutzt.

ZÜRS Geo kann von allen Mitgliedsunternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) lizenziert werden.

Datengrundlagen für Beratung, Schulung und Support

Ein leistungsstarkes Geo-Informationssystem bietet - deutschlandweit - die exakte und umfangreiche Beurteilung für jeden beliebigen Standort.

Unterstützung der Anwender von ZÜRS Geo:

Zur Standortsuche enthält das System deutschlandweite Adressdaten zu über 22 Millionen Standorten. Der Adress- und Datensatz entstammt den amtlichen Hauskoordinaten Deutschland (HK-DE) und wird zur Qualitätssteigerung und -sicherung mit den Daten anderer Quellen (u. a. Deutsche Post Direkt) konsolidiert.

Zusätzlich zu den Adressdaten stehen in ZÜRS Geo über 55 Millionen Gebäudedaten zur Verfügung. Diese enthalten weitere Gebäudeattribute, die für die ergänzende Gefährdungsanalyse verwendbar sind. Zum einen sind dies amtliche Informationen zu den einzelnen Gebäuden (wie z. B. Gebäudenutzung oder Gebäudetyp), zum anderen angereicherte Fachinformationen (Anteile der Hochwasser- und Starkregengefährdungsklassen).

Die ZÜRS Geo-Zonen beschreiben die allgemeine Gefährdungssituation durch Flusshochwasser in Abhängigkeit zur mittleren statistischen Eintrittswahrscheinlichkeit der Hochwasserereignisse.

Die Daten der amtlichen Überschwemmungsgebiete und der Hochwassergefahrenkarten werden in Rücksprache mit den Behörden der Wasserwirtschaft jährlich aktualisiert und neu zusammengestellt. Damit verfügt ZÜRS als einziges System am Markt über flächendeckende Hochwasserdaten, die mit den Daten der Wasserwirtschaftsämter jährlich abgeglichen werden.

Die Gefährdungsanalyse für Hochwasser ermöglicht die Visualisierung von Hochwassergefährdungen auf amtlichen Karten oder Luftbildern und erlaubt Einzelanfragen mit wählbarem Detaillierungsgrad für alle Standorte in Deutschland. Auch zu umfangreichen Listen von Adressen oder Koordinaten können Hochwasserinformationen zusammengestellt werden. Weitere Werkzeuge ermöglichen beispielsweise die Analyse von Höheninformationen oder die Vorhersage von oberirdischen Fließwegen.

Starkregen können auch abseits von Gewässern zu hohen Schäden führen. Mit ZÜRS Geo sind deutschlandweite Einschätzungen zur Starkregengefährdung möglich.

Die Starkregengefährdungszonen unterteilen deutschlandweit die Gefährdung durch Starkregen in 3 Zonen. Die Daten basieren im Wesentlichen auf Landformklassen, die das relative Gefälle bzw. die Höhenunterschiede in Abhängigkeit von unterschiedlichen Großregionen (Tiefland, Mittelgebirge, Hochgebirge) berücksichtigen.

Die Gewässernähe von 50 m um die Gewässermittellinie wird bei der Ermittlung Starkregengefährdung zusätzlich verwendet. Damit ist auch in Tallagen eine durchgehende Zonierung möglich. Auch unterirdische Gewässerverläufe werden in den Starkregengefährdungskarten dargestellt und können somit für die Gefährdungseinschätzung genutzt werden.

Die Starkregenzonierung ist seit 2019 neu im ZÜRS Geo implementiert und ermöglicht erstmals die einheitliche Einschätzung von Starkregengefahren durch die deutschen Versicherer.

Umfassende und flächendeckende Daten zu Umweltschutzgebieten (z. B. FFH-Gebiete, Wasserschutzgebiete) ermöglichen eine detaillierte Analyse des Umgebungsrisikos für alle Standorte in Deutschland. Für deutsche Standorte können zudem Schutzgebiete im angrenzenden europäischen Ausland abgefragt werden.

Zur Einschätzung der Umweltgefährdung werden sogenannte Abstandsklassen verwendet. Damit lassen sich die konkreten Entfernungsangaben zu Schutzgebieten einheitlich klassifizieren. Frei wählbare Analyseradien (bis 10 km) werden kartografisch dargestellt.

In ZÜRS Geo gibt es eine Reihe weiterer Daten, die bei der Verortung von Standorten helfen und Analysen ergänzen können. Hierzu zählen neben verschiedenen Hintergrunddiensten auch detaillierte Höhendaten, Informationen zu Erdbeben oder Schneelast sowie aktuelle Kartendienste aus den Behörden der Bundesländer und der Bundesrepublik. Auch die Daten der GDV-Regionaleinstufungen sind in ZÜRS Geo enthalten und können für Einzel- und Bestandsanalysen verwendet werden.

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