VdS-Schadenverhuetung Naturgefahren
 
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ZÜRS Geo Fachleistungen

VdS bietet Beratung, Schulung und Support rund um alle Aspekte und Inhalte des Projektes ZÜRS in enger Zusammenarbeit mit dem GDV e.V. an.

ZÜRS Geo, das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen, bündelt versicherungsrelevante Geodaten und liefert eine objektive Grundlage zur unternehmensinternen Risikobewertung und Prämienkalkulation.

Hochwasser- und Starkregenereignisse der jüngeren Vergangenheit haben bewiesen, dass Überschwemmungen ein enormes Schadenpotential haben. Bereits nach dem verheerenden Hochwasser von Oder und Neiße im Jahr 1997 waren sich GDV und seine Mitglieder einig, dass Deutschland zur Lösung dieses Problems auf eine einheitlichen Einschätzung von Überschwemmungsrisiken angewiesen ist.

Das System ZÜRS weist seitdem standortbedingte Gefährdungen aus und ermöglicht Versicherungsunternehmen eine einheitliche, adressgenaue Einschätzung von u.a. Überschwemmungsrisiken unmittelbar vom Schreibtisch aus. Die Standard-Anwendung wird von nahezu allen Unternehmen des Versicherungsmarktes im Rahmen der Gebäude- und Hausratversicherung mit dem Anteil Elementarschadenversicherung genutzt.

ZÜRS Geo GDV kann von allen Mitgliedsunternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) lizenziert werden.

Datengrundlagen für Beratung, Schulung und Support

Das Geoinformationssystem bietet eine exakte, umfangreiche Beurteilung für jeden beliebigen Standort - deutschlandweit. Die Grundlagen für Beratung, Schulung und Support zusammengefasst:

Zur Standortsuche enthält das System deutschlandweite Adressdaten zu über 21 Millionen Standorten. Der Adress- und Koordinatensatz entstammt den amtlichen Hauskoordinaten Deutschland (HK-DE) und wird zur Qualitätssteigerung und -sicherung mit den Daten anderer Quellen (u. a. Deutsche Post Direkt) konsolidiert.

Zusätzlich zu den Adressdaten stehen in ZÜRS über 55 Millionen Gebäudedaten zur Verfügung, die weitere Gebäudeattribute enthalten und die für die ergänzende Gefährdungsanalyse verwendet werden können. Es werden die amtlichen Gebäudeumringe (LOD1) verwendet.

Die ZÜRS Zonen beschreiben die allgemeine Gefährdungssituation durch Flusshochwasser in Abhängigkeit von der mittleren statistischen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Die Daten der amtlichen Überschwemmungsgebiete und der Hochwassergefahrenkarten werden in Rücksprache mit den Behörden der Wasserwirtschaft jährlich aktualisiert und neu zusammengestellt. Damit verfügt ZÜRS als einziges System am Markt über flächendeckende Hochwasserdaten, die mit den Daten der Wasserwirtschaftsämter jährlich abgeglichen werden.

Die Gefährdungsanalyse für Hochwasser ermöglicht die Visualisierung von Hochwassergefährdungen auf amtlichen Karten oder Luftbildern und erlaubt Einzelanfragen mit wählbarem Detaillierungsgrad für alle Standorte in Deutschland. Auch große Listen von Adressen oder Koordinaten können angereichert werden. Weitere Werkzeuge ermöglichen beispielsweise die Analyse von Höheninformationen oder die Vorhersage von oberirdischen Fließwegen.

Starkregen können auch abseits von Gewässern zu hohen Schäden führen. Mit ZÜRS Geo sind deutschlandweite Einschätzungen zur Starkregengefährdung möglich.

Die Starkregengefährdungszonen unterteilen deutschlandweit die Gefährdung durch Starkregen in 3 Zonen. Die Daten basieren im Wesentlichen auf Landformklassen, die das relative Gefälle bzw. die Höhenunterschiede in Abhängigkeit von unterschiedlichen Großregionen (Tiefland, Mittelgebirge, Hochgebirge) berücksichtigen.

Die Gewässernähe von 50m um die Gewässermittellinie wurde für die Erstellung der Starkregengefährdung zusätzlich verwendet, damit auch in Tallagen eine durchgehende Zonierung möglich ist. Auch unterirdische Gewässerverläufe können somit in den Starkregengefährdungskarten dargestellt und für die Gefährdungseinschätzung werden.

Die Starkregenzonierung ist seit 2019 neu implementiert und ermöglicht erstmals die einheitliche Einschätzung von Starkregengefahren für deutsche Versicherer.

Umfassende und flächendeckende Umweltschutzgebietsdaten (z. B. FFH-Gebiete, Wasserschutzgebiete) ermöglichen eine detaillierte Analyse des Umgebungsrisikos für alle Standorte in Deutschland. Es können für deutsche Standorte auch Schutzgebiete im angrenzenden europäischen Ausland abgefragt werden.

Zur Einschätzung der Umweltgefährdung werden sogenannte Abstandsklassen verwendet. Damit können die konkreten Entfernungsangaben zu Schutzgebieten einheitlich klassifiziert werden. Frei wählbare Analyseradien (bis 10 km) werden kartografisch dargestellt.

In ZÜRS Geo gibt es eine Reihe von weiteren Daten, die bei der Verortung von Standorten helfen und Analysen ergänzen können. Hierzu zählen neben verschiedenen Hintergrunddiensten auch detaillierte Höheninformationen, Informationen zu Erdbeben oder Schneelast sowie aktuelle Kartendienste aus den Behörden der Bundesländer und der BRD. Auch die Daten der GDV-Regionaleinstufungen sind in ZÜRS Geo enthalten und können für Einzel- und Bestandsanalysen verwendet werden.

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