Publikation der deutschen Versicherer (GDV e.V.) zur Schadenverhütung

(Zweite Auflage, Entwurf 2019-08)

Richtlinien zur Schimmelpilzsanierung nach Leitungswasserschäden - VdS 3151


Zusammenfassung

Leitungswasserschäden können Schimmelpilzbefall zur Folge haben, z. B durch unbemerkt austretende Feuchtigkeit oder bei nicht fachgerechter Trocknung. Neben der Feststellung und Behebung des eigentlichen Leitungswasserschadens sind dann besondere Anforderungen an die kompetente Sanierung des Schimmelpilzschadens zu beachten. Die Beseitigung des Schimmelpilzbefalls richtig zu planen und durchzuführen, kann eine Herausforderung für alle Beteiligten darstellen. Dazu gehören u. a. Versicherungsnehmer, Versicherer, Sachverständige bzw. Fachkundige und Sanierungsunternehmen.

Die Richtlinien zur Schimmelpilzsanierung nach Leitungswasserschäden (VdS 3151) geben den Beteiligten unverbindliche Hinweise für die richtigen Maßnahmen vor Ort, die fachgemäße Untersuchung des Schimmelpilzbefalls sowie für die Planung und Ausführung der erforderlichen Trocknungs- und Sanierungsarbeiten. Die Richtlinien beschreiben damit die systematische Vorgehensweise von der ersten Schadenfeststellung bis zur abschließenden Erfolgskontrolle.

Für die Neuauflage 2019 wurden die Richtlinien grundlegend überarbeitet und ergänzt (z. B. um das Thema Fäkalwasserschäden). Sie berücksichtigt u. a. die Regelungen der Berufsgenossenschaftlichen Information zum Arbeitsschutz (DGUV 201-028) und die Empfehlungen des neuen Schimmelleitfadens des Umweltbundesamtes (UBA 2017), die praxisgerecht aufbereitet werden.

Summary

Guidelines for mold remediation after water damage

If moisture goes undetected or is not dried out properly, damaged water pipes can cause mold. Apart from detecting and repairing the actual water damage, special requirements must be observed to ensure proficient mold remediation. The measures necessary to remove the mold must be accurately assessed from the outset, which can pose a challenge for all involved, including the policy holder, insurer, appraiser, mold expert and remediation firm.

To support those involved, the non-binding Guidelines for mold remediation after water damage (VdS 3151) provide indications for the correct measures to be taken on site, adept investigation of the mold, and the planning and execution of the necessary drying and remediation work. The Guidelines thus describe a systematic procedure from the initial detection of the damage to the final inspection of the outcome.

For this new edition of 2019, the guidelines were fundamentally revised and supplemented (e.g.: with regard to faecal water damage). It takes into account, among other things, the regulations of the German Social Accident Insurance Institution (DGUV 201-028) and the recommendations of the German Environment Agency´s new mold guide (UBA 2017), which are reprocessed for practical use.


Einspruchsfrist: 25. September 2019

Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich Kommentare berücksichtigen können, die uns mittels des unten verfügbaren Kommentarformulars erreichen.

Downloads:

Für Änderungsvorschläge und Hinweise zu dem Richtlinienentwurf finden Sie auf dieser Seite ein "Formular für Stellungnahmen". Dieses können Sie per E-Mail bis spätestens zum 25. September 2019 an die GDV-Geschäftsstelle senden. Bitte verwenden Sie dazu die E-Mail-Adresse schimmelpilz-richtlinien(at)gdv.de.

Wir laden Sie ein, sich in die Diskussion einzubringen und an der endgültigen Fassung der Neuauflage der Richtlinien VdS 3151 mitzuwirken. Nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen erhalten Sie Nachricht über das weitere Vorgehen.