Security

VdS zertifiziert erstmals Gefahrenmanagementsoftware

Alf Wziontek (VdS), Tobias Klein (Netcom), Thomas Urban (VdS), Frank Preuss, Peter Otto und Thomas Reinmuth (alle Netcom) bei der Übergabe des VdS-Zertifikats.

Gefahrenmanagementsysteme werden in der Alarmbearbeitung immer wichtiger – VdS entwickelt eigene Richtlinien zur Prüfung der Software. // Weltweit erste VdS-anerkannte Gefahrenmanagementsoftware bietet die Mainzer Netcom Sicherheitstechnik GmbH an.

Köln, 5. August 2014. Gefahrenmanagementsysteme (GMS) dienen der automatischen Übernahme, Weiterleitung und Verarbeitung von Alarmmeldungen. GMS sind für den unterstützenden Einsatz in Leitstellen (z.B. von Alarmempfangsstellen, Notruf- und Service-Leitstellen) vorgesehen, um zeitkritische Gefahrenmeldungen schnell und zuverlässig zu verarbeiten. Basierend auf automatisch zugeordneten Objekt- und Maßnahmenplänen sowie weiteren vorbereiteten Informationen werden sofort die passenden Maßnahmen zur Gefahrenabwehr eingeleitet.

Entscheidend ist in sicherheitskritischen Verwendungen immer die unbedingte Zuverlässigkeit von Programmen. Deshalb hat VdS jetzt seine ersten Richtlinien zur ausschließlichen Prüfung von Software entwickelt – wie üblich in Zusammenarbeit mit zahlreichen Herstellern und weiteren Partnern wie Versicherern und Verbänden.

Als weltweit erstes Unternehmen kann die Netcom Sicherheitstechnik GmbH aus Mainz, ein international führender Hersteller von Alarmempfangseinrichtungen, eine nach der neuen VdS 3534 „Gefahrenmanagementsysteme für sicherungstechnische Anlagen“ anerkannte GMS-Software anbieten.

„Wir freuen uns über die klare Bestätigung der Wirksamkeit unseres GMS FELS durch Europas Nummer Eins-Institut für Einbruchschutz“, betont Frank Preuss, Entwickler bei Netcom. „Unsere Fernwirk- und Leitstellensoftware bietet beispielsweise eine glasklar vorgegebene Bedienerführung, um auch in Stress-Situationen eine fehlerfreie Alarmverfolgung zu gewährleisten. Zudem bietet die zertifizierte Software weitere individuelle Leistungen wie zum Beispiel eine Übersicht aller bereits durchgeführten Maßnahmen während der Ereignisbearbeitung.“

Harald Mebus, Verantwortlicher für Sicherungsdienstleistungen bei VdS, erklärt: „Mit den neuen Richtlinien wird die Einbruchschutzkette ein weiteres Stück sicherer und für die Mitwirkenden transparenter. Jahrzehnte der VdS-Erfahrung im Prüfen von Leitstellen sind in die VdS 3534 eingeflossen und werden Herstellern, Dienstleistern und der Polizei dank klarer, praxisnaher Hilfestellungen hoffentlich die gute Arbeit weiter erleichtern. Übrigens bietet das System die ideale Basis für eine Leitstellenzertifizierung nach EN 50518-2 oder der VdS 3138 für Notruf- und Service-Leitstellen.“