ZÜRS Geo GDV

Hochwassermodul zur Bestimmung der Über­schwemmungs­gefährdung



Überschwemmungen von Flüssen und Gewässern risikogerecht kalkulieren

Hochwasser ist eines der am häufigsten auftretenden natürlichen Elementar­schaden­ereignisse. In den letzten Jahren haben Anzahl und Intensität von Naturextremen immer weiter zugenommen und werden sich auch in den kommenden Jahrzehnten intensivieren. Immer häufiger haben Hochwasserereignisse überregionale und großflächige Auswirkungen. Hauptursachen hierfür sind die zunehmende Verstädterung, die Besiedlung hochwassergefährdeter Regionen sowie Eingriffe in Gewässer und den Wasser­haushalt. Im neuen Jahrtausend ereigneten sich bereits zwei verheerende Hochwasserkatastrophen in Deutschland, die Versicherungsschäden in Milliardenhöhe verzeichnen. Die Gefährdungseinschätzung von Standorten ist deshalb ein wichtiges Tool für die Versicherungswirtschaft geworden – 98% des Versicherungsmarktes nutzen dafür ZÜRS Geo GDV.

ZÜRS Geo GDV bietet zahlreiche Möglichkeiten, individuelle Risikoeinschätzungen von exponierten Hochwasserrisiken zu liefern. Dabei wird Deutschland in vier Risikozonen (Gefährdungsklassen GK 1 bis 4) eingeteilt.

  • GK4: hohe Gefährdung: statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwassers mind. einmal in 10 Jahren (bzw. innerhalb der HQ-frequent-Flächen der öffentlichen Wasserwirtschaft; wenn Deich vorhanden, nur Risiken vor dem Deich; alle Risiken auf den Nord- und Ostseeinseln)
  • GK3: mittlere Gefährdung: statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwassers einmal in 10 - 100 Jahren (wenn Deich vorhanden, der mindestens auf ein 100-jährliches Hochwasser ausgelegt ist: nur Risiken vor dem Deich)
  • GK2: geringe Gefährdung: statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwassers einmal in 100 - 200 Jahren (bzw. innerhalb der HQ-extrem-Flächen der öffentlichen Wasserwirtschaft; wenn Deich vorhanden, dann auch Risiken hinter dem Deich)
  • GK1: sehr geringe Gefährdung: statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwassers seltener als einmal in 200 Jahren (bzw. außerhalb der HQextrem-Flächen der öffentlichen Wasserwirtschaft)