Erste VdS-Zertifizierung für ganzheitliches Sicherheitsmanagement

Strahlende Gesichter bei der Zertifikatsübergabe an die Nürnberger Versicherungsgruppe: Klaus Behling (VZM), Sebastian Brose (VdS), Frank Hillingshäuser (Nürnberger) (v. l. n. r.) (Quelle: Zimmermann)

Die im Dezember 2016 veröffentlichten Richtlinien VdS 3406 beschreiben die Anforderungen an das Sicherheitsmanagement in Bezug auf bauliche Objekte. Nun wurde die Nürnberger Versicherungsgruppe als weltweit erstes Unternehmen danach zertifiziert. Frank Hillinghäuser, Sicherheitsverantwortlicher der Nürnberger Versicherungsgruppe, nahm bei einer Veranstaltung in Neu-Isenburg das entsprechende Zertifikat entgegen und stand im Anschluss daran auch noch für ein Interview zur Verfügung.

von Bernd Zimmermann, Redakteur der Zeitschrift Sicherheits-Berater

Optimalen Schutz als Ganzes sicherstellen

VdS unterstützt die verantwortlichen Schadenverhüter seit Jahrzehnten mit seinen bekannt praxisnahen Richtlinien für die optimale Planung und den Einbau aller relevanten Sicherheitstechniken. Mit den neuen Richtlinien VdS 3406 geht VdS nun noch einen wichtigen Schritt weiter: Erstmals wurden alle Anforderungen und Sicherungsmaßnahmen in einen sämtliche relevanten unternehmerischen Aspekte abdeckenden Kontext integriert – optimaler Schutz wird als Ganzes sichergestellt.

Aus mindestens zwei Gründen ist es sinnvoll, dies auch zu dokumentieren: So können die Unternehmen
das Ergebnis der Zertifizierung als vertrauensbildende Maßnahme bei der Kundenakquisition nutzen. Außerdem gibt es auch genügend Sicherheitsverantwortliche, die gegenüber ihrer Geschäftsführung eine
Bestätigung von dritter Seite wünschen, dass sie nach bestem Wissen und Gewissen arbeiten.

Kompetenter Partner an der Seite

Die Nürnberger Versicherungsgruppe hat nun als Pionierleistung die VdS 3406 in einem ihrer Objekte nachweislich umgesetzt, nämlich im Bürohausturm ihrer Generaldirektion in Nürnberg. Unterstützt wurden die Versicherungsdienstleister dabei von der von zur Mühlen’sche GmbH (VZM, www.vzm.de) aus Bonn.

VZM schulte die Verantwortlichen des Versicherers speziell zu den Maßnahmen der VdS 3406 und war auch in das Zertifizierungsverfahren mit eingebunden. Die Nürnberger hatten zuvor schon VZM mit der Erstellung eines homogenen Sicherheitskonzepts beauftragt, sodass es nahe lag, deren kompetente Unterstützung auch bei der Zertifizierung in Anspruch zu nehmen.

Schutzbedürfnis der Mitarbeiter als Ansporn zur Zertifizierung

Ziel, so Frank Hillingshäuser im Gespräch, sei es nicht gewesen, eine Sicherheitslücke zu schließen. Er sei nämlich mit der Sicherheit bei der Nürnberger stets sehr zufrieden gewesen. Vielmehr bestehe im Unternehmen ein Eigenanspruch, in Sicherheitsfragen noch weiterzukommen. Man habe sich also die Richtlinien VdS 3406 angeschaut und sich gefragt, ob man daraus noch etwas für das Unternehmen mitnehmen könne. Die Frage habe man mit einem klaren „Ja“ beantwortet.

Übrigens sagte Hillingshäuser, es sei nicht primär darum gegangen, die Zertifizierung wegen der positiven Außenwirkung zu durchlaufen. Vielmehr nannte er als ein wesentliches Ziel der Zertifizierung das Schutzbedürfnis der Mitarbeiter bzw. deren Recht auf Schutz. Natürlich habe auch der Schutz der Mieter in der Generaldirektion oder auch das vorhandene Inventar im Fokus gestanden.

Die Zertifizierung bringt interne Transparenz

Angesprochen auf das Ergebnis, sagte der Sicherheitsverantwortliche der Nürnberger: „Die Zertifizierung hat uns auf jeden Fall eine hohe Transparenz gebracht in den einzelnen Prozessen. Es hat uns auch Kommunikation auf weiteren Ebenen gebracht, die wir vorher an dieser Stelle nicht hatten. Wir haben ein einheitliches Verständnis geschaffen für das, was wir da tun. Neben Transparenz und Kommunikation sind hier die Prozesse, die wir ganzheitlich beschrieben haben, für uns ein Primärfaktor, den wir auch immer wieder heranziehen können, um Dinge ganz einfach neu bewerten  zu können, die im Laufe der Zeit auf uns zukommen. Das war und ist ein sehr großer Nutzen.“

Der Hauptsitz der Nürnberger Versicherungsgruppe (Quelle: Nürnberger Versicherung)

Intensives Coaching gab neue Impulse

Die Zertifizierungsbegleitung durch die von zur Mühlen’sche Sicherheitsberatung bezeichnete Hillingshäuser als eine Art Coaching: „Wir stecken vielleicht nicht in allen Dingen so tief drin und brauchen vielleicht an der einen oder anderen Stelle eine Führung. Das hat die von zur Mühlen’sche übernommen, hat diesen Coachingansatz präsentiert und hat uns auch in der Tiefe an der einen oder anderen Stellen noch einmal mitgenommen und als Ideengeber gewirkt.“

Sicherheit als Grundvoraussetzungfür erfolgreiches Unternehmertum

Sebastian Brose, stellvertretender Abteilungsleiter Firmen und Fachkräfte bei der VdS Schadenverhütung GmbH, betonte bei der Zertifikatsübergabe an Frank Hillingshäuser: „Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche unternehmerische Aktivitäten und sollte dementsprechend das Ergebnis geplanten strategischen Handelns sein. Dies erfordert das Erkennen drohender Gefahren sowie koordinierte Maßnahmen, um ihnen planmäßig zu begegnen. Genau das leistet VdS seit weit über 100 Jahren. Die neuen Richtlinien VdS 3406 bilden die systematische Klammer um alle diese Einzelaspekte.“

Weiter würdigte er die Leistung der Nürnberger: „Die Nürnberger Versicherung AG hat, zusammen mit ihrer Sicherheitsberatung, der von zur Mühlen’sche GmbH aus Bonn, als erstes Unternehmen weltweit erkannt, was heute von Unternehmen verlangt wird: integratives Management, systematischer Bilanzschutz und testierte Risikovorsorge.“

Positive Außenwirkung und Stärkung im Inneren

Frank Hillingshäuser konstatierte abschließend: „Mit dem Zertifikat nach VdS 3406 haben wir den klaren Nachweis, dass unsere wichtigen Sicherheitsmaßnahmen systematisch, umfassend und risikoadäquat bestimmt wurden und durch regelmäßige Reviews stets aktuell gehalten werden.“

Wir profitieren nicht nur von der positiven Außenwirkung des bekannten VdS-Zertifikats – primäres Ziel war, unsere Sicherheitsarchitektur auf ein besonders solides, bewährtes Fundament zu stellen. Wir freuen uns, dass die Nürnberger Versicherung auch hier Maßstäbe für optimale Sicherheit setzt.“

Richtlinien als kostenfreier Download verfügbar

Die kostenlos erhältlichen Richtlinien VdS 3406 unterstützen dabei, alle spezifischen Gefährdungen zu erkennen, zu beschreiben und vor allem gemäß der abgeleiteten Schutzziele adäquate Maßnahmen zu definieren und umzusetzen.

VdS Schadenverhütung stellt die gewohnt praxisnahen Hilfestellungen unter vds.de/3406 zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Weitere, ständig aktualisierte Informationen zum Thema Sicherheitsmanagement sind zu finden unter: vds.de/sicherheitsmanagemen

VdS unterstützt die verantwortlichen Schadenverhüter seit Jahrzehnten mit seinen bekannt praxisnahen Richtlinien für die optimale Planung und den Einbau aller relevanten Sicherheitstechniken. Mit den neuen Richtlinien VdS 3406 geht VdS nun noch einen wichtigen Schritt weiter: Erstmals wurden alle Anforderungen und Sicherungsmaßnahmen in einen sämtliche relevanten unternehmerischen Aspekte abdeckenden Kontext integriert – optimaler Schutz wird als Ganzes sichergestellt.

Aus mindestens zwei Gründen ist es sinnvoll, dies auch zu dokumentieren: So können die Unternehmen
das Ergebnis der Zertifizierung als vertrauensbildende Maßnahme bei der Kundenakquisition nutzen. Außerdem gibt es auch genügend Sicherheitsverantwortliche, die gegenüber ihrer Geschäftsführung eine
Bestätigung von dritter Seite wünschen, dass sie nach bestem Wissen und Gewissen arbeiten.