SES-Zertifizierungen

Der Verband Schweizerischer Errichter von Sicherheitsanlagen undefinedSES definiert und regelt die Anforderungen der Schweiz an die technische Ausführung von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen. Er verantwortet auch Errichteranerkennungen sowie Produktprüfungen und -zertifizierungen. Übernommen hatte der Verband diese Aufgabe zum Jahresende 2009 vom Schweizerischen Institut zur Förderung der Sicherheit (SWISSI) mit Sitz in Zürich. Da der SES allerdings nicht über eigene Laboratorien für eine herstellerunabhängige Prüfung verfügt, wurde nach intensiven Qualitätsanalysen die VdS Schadenverhütung GmbH als Kooperationspartner ausgewählt.

Mit Prüfberichten oder Zertifikaten von VdS können Hersteller künftig eine Anerkennung durch den SES anstreben. Die aktuellen, noch durch die SWISSI ausgesprochenen Anerkennungen für Einbruchmeldesysteme und -produkte laufen spätestens Ende 2013 aus und müssen durch VdS erneuert werden. Prüfgrundlage sind die EMARichtlinien für die Schweiz, die gemäß des Beschlusses der Vollversammlung des SES am 1. August 2010 in Kraft treten. Sie beinhalten die schweizerischen Anforderungen an die technische Ausführung von Einbruch- und Überfallmeldeanlagen. Sie basieren grundsätzlich auf der Europäischen Normenreihe EN 50131, gehen aber im Detail deutlich über diese hinaus. Für Produkte, an die SES keine zusätzlichen Anforderungen festgelegt hat, gelten die VdS- Richtlinien, auf die der SES beispielsweise im Bereich der Einbruchmelder zurückgreift.

Prüf- und Zertifizierungsverfahren für Geräte und Systeme