Alarmmanagement bei Produktionsanlagen

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Alarme sollen Anlagenfahrern und Betriebsverantwortlichen helfen, Schadenssituationen beim Betrieb prozesstechnischer Anlagen zu verhindern. Ein Blick in Leitwarten moderner verfahrenstechnischer Produktionsanlagen oder Kraftwerke zeigt jedoch, dass Anlagenfahrer oftmals mit „suboptimal“ ausgelegten Alarmmeldesystemen umgehen müssen. Zeichen dafür sind häufig auftretende Alarmschauer oder auch eine unnötig hohe Anzahl an permanent auftretenden bzw. dauerhaft anstehenden Alarmen.

Die Konsequenz ist, dass ein richtiges und rechtzeitiges Handeln auf schadensrelevante Ereignisse erschwert wird und eine Desensibilisierung für risikoreiche Situationen registriert werden kann. Dieses kann zu gefährlichen und nicht mehr kontrollierbaren Anlagenzuständen führen.

Den Teilnehmern werden im Seminar Vorgehensweisen und Auslegungsempfehlungen für Alarmmeldesysteme vermittelt. Diese basieren auf Praxiserfahrungen in großindustriellen Anlagen sowie auf Studien und Standardisierungsarbeiten internationaler Gremien und Verbände. Der Fokus des Seminars liegt dabei auf klassischen Meldesystemen, wie sie aus Prozessleitsystemen bekannt sind.

Zielgruppen

  • Anlagenfahrer, Techniker und Ingenieure der Fachrichtungen Elektronik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Chemie, die für die Auslegung, Inbetriebnahme und den Betrieb prozesstechnischer Großanlagen zuständig sind.
  • Sicherheits- und Störfallbeauftragte aus Produktionsunternehmen

Inhalt

  • Einführung
  • Was versteht man unter Alarmmanagement in der Prozessleittechnik?
  • Betrachtung und Analyse von Unglücken resultierend aus unzureichend ausgelegten Alarmsystemen
  • Wirkprinzipien und Funktionsumfänge von Alarmsystemen
  • Aufsetzen einer durchgängigen Alarmphilosophie
  • Best Practices; internationale Standards und Metriken
  • Methoden der Alarmanalyse und -optimierung
  • Möglichkeiten der Alarmrationalisierung; zum Beispiel:
    • Senkung von Alarmschauern
    • Alarmunterdrückung
    • verbesserte Alarmgrenzen
  • Abschlussdiskussion und Hinweise für die Praxis

Termine

Köln

Kurs-Nr.

Datum

 

AMP 12/1

06.06.2012

Teilnahmegebühr

,- EUR zuzüglich Mehrwertsteuer

Beginn und Ende

Beginn jeweils um 10.00 Uhr; Ende jeweils ca. 17.00 Uhr